Dysfunktionale Emotionen lösen: emTrace® im Reitalltag

 Kennst du das: Du willst eigentlich locker reiten – aber innerlich ist da Druck. Oder Angst. Oder Scham. Oder so ein diffuses „Ich bin nicht gut genug“-Gefühl, das dir genau dann in die Quere kommt, wenn du es am wenigsten brauchst.

Und das Gemeine ist: Du kannst dir 100x sagen „Reiß dich zusammen“ – aber dein Körper macht trotzdem sein Ding.

Der Grund liegt oft nicht in fehlender Disziplin – sondern in dysfunktionalen Emotionen.

In diesem Beitrag erkläre ich dir:

  • Was dysfunktionale Emotionen überhaupt sind

  • Warum sie beim Reiten so stark wirken

  • Wie wir sie im Coaching mit emTrace® gezielt lösen können

Was sind „dysfunktionale Emotionen“?

Eine Emotion ist erstmal etwas total Sinnvolles. Angst kann dich schützen, Wut kann Grenzen setzen, Traurigkeit kann verarbeiten.

Dysfunktional wird eine Emotion dann, wenn sie:

  • zu stark ist (0–10 Skala: du bist sofort bei 7–10)

  • zu oft kommt (immer wieder in „gleichen“ Situationen)

  • nicht zur Situation passt (z. B. Panik bei einer Aufgabe, die du eigentlich kannst)

  • dich blockiert, statt dich zu unterstützen

Beim Reiten zeigt sich das oft so:

  • Du wirst im Kopf eng (Tunnelblick)

  • Du wirst im Körper fest (Hände, Schultern, Atmung)

  • Du fühlst dich „wie fremdgesteuert“

  • Du meidest Situationen (Galopp, Ausreiten, Turnier, bestimmte „Ecken“)

Typische dysfunktionale Emotionen bei Reiter:innen

Hier ein paar Klassiker, die ich super oft sehe:

  • Angst (Sturzangst, Kontrollverlust, „was wenn“)

  • Druck (Perfektionismus, Erwartungen, „ich muss“)

  • Scham („alle sehen, dass ich Angst habe“)

  • Hilflosigkeit („ich kann das eh nicht“)

  • „Nicht gut genug“ (Selbstwert-Thema)

Und ja: Das betrifft Freizeit-Reiter:innen genauso wie Turnierreiter:innen.

Warum du das nicht einfach „wegdenken“ kannst

Weil Emotionen nicht nur im Kopf entstehen. Sie entstehen im Nervensystem – und werden durch Erfahrungen, Körpererinnerungen und unbewusste Muster getriggert.

Deshalb funktionieren reine „Motivationssätze“ manchmal nur kurz.

Was du brauchst, ist ein Ansatz, der direkt an der Emotion ansetzt – nicht nur am Gedanken.

Wie emTrace® im Coaching hilft

emTrace® ist eine Coachingmethode, die gezielt mit Emotionen arbeitet.

Ganz vereinfacht gesagt:

  1. Wir finden heraus, welche Emotion in der Situation wirklich aktiv ist (z. B. Angst, Scham, Druck)

  2. Wir schauen, wodurch sie getriggert wird (oft nicht nur „die aktuelle Situation“)

  3. Wir lösen die emotionale Ladung, sodass dein System wieder in Sicherheit kommt

  4. Wir bauen neue innere Zustände auf (z. B. Ruhe, Klarheit, Vertrauen)

Das Ziel ist nicht, dass du „nie wieder etwas fühlst“.

Das Ziel ist, dass deine Emotionen wieder funktional werden: als Unterstützung – nicht als Blockade.

Woran du merkst, dass du wahrscheinlich mit dysfunktionalen Emotionen zu tun hast

Wenn du dich hier wiedererkennst, ist das ein ziemlich klares Zeichen:

  • Du reagierst in bestimmten Situationen „zu heftig“

  • Du hast das Gefühl, du kannst dich nicht mehr steuern

  • Du weißt rational, dass du sicher bist – aber dein Körper glaubt es nicht

  • Du hast nach einem Erlebnis (Sturz, Kontrollverlust, blöde Kommentare, Misserfolg) plötzlich neue Angst

Mini-Soforthilfe (wenn die Emotion gerade hochkommt)

Das ersetzt kein Coaching – aber es hilft dir, wieder Boden unter die Füße zu bekommen:

Atmen: 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus (6–10 Atemzüge)

Blick weit: 3 Dinge in der Ferne benennen

Ein Satz: „Ich bin gerade sicher.“

Und dann: Schritt für Schritt. Nicht durchdrücken.

Wenn du tiefer einsteigen willst

Wenn du das Thema dysfunktionale Emotionen bei dir kennst und du spürst: „Ich will das nicht mehr nur managen – ich will es lösen“, dann schau gern auf meiner Homepage vorbei.

Dort findest du einen Überblick über meine Arbeit und wie ich dich unterstützen kann:

 www.melissapander.de 

FAQ: emTrace® und Emotionen

Ist emTrace® Therapie?

Nein, es ist Coaching. Wenn du das Gefühl hast, dass du therapeutische Unterstützung brauchst, ist das ein wichtiger Punkt, den wir gemeinsam sauber einordnen.

Muss ich über alles reden?

Nicht endlos. Wir arbeiten strukturiert. Du bestimmst Tempo und Tiefe.

Wie schnell merkt man eine Veränderung?

Viele spüren schon nach kurzer Zeit mehr Klarheit und Entlastung – weil das System endlich aus dem Alarmmodus kommt.

 


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